Die Architektin Mualla Anhegger-Eyüboğlu am Eingang zu der Harem-Kammer

Dem falschen, dem westlichen Mythos vom Harem wird in diesem Film, eigentlich eine systematische Führung durch die Gemächer, versetzt mit historischen Texten und Musik, die im Serail erklang, ein nicht weniger faszinierendes wahres Bild vom Leben im Harem gegenüber gestellt.

Unser Guide, die Architektin Mualla Anhegger-Eyüboğlu hat die Restaurationsarbeiten des Harems im Topkapı Saray geleitet, dem ältesten der drei großen Sultanspaläste Istanbuls. Wie eine Archäologin hat sie Schicht um Schicht von dem abgetragen, was im Lauf von Jahrhunderten über-, auf- und nebeneinander gebaut worden war. Es gibt nichts aus dem Orient, das falscher dargestellt würde als der Harem – in westlicher Reiseliteratur und der orientalischen Malerei gern inszeniert als eine Art orientalisches Bordell.

Gegen dieses Stereotyp hat Mualla Anhegger-Eyüboğlu ein halbes Leben lang Untersuchungen und Monographien veröffentlicht. In ihrer Darstellung war der Harem ein Haus der Frauen, ein Kinderhort, eine Schule, eine Werkstatt und vieles mehr – ein Ort, an dem Frauen ihr Leben, das ihrer Nachkommen und auch das des Herrschers organisierten. Wir erwecken in unserem Film die wahre Geschichte des Harems zum Leben.

Den vollständigen Filmtext in der deutschen Fassung finden Sie hier.